Published 2011
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Kultur des Friedens

  • 1. UNESCO-Kommission e.V.

Description

Das Leitbild einer neuen Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit wurzelt in den Denkansatzen und in der Praxis der Friedensbewegungen des 20. Jahrhunderts. In der Zeit als der Ost-West-Konflikt zur Neige ging, mehrten sich weltweit wissenschaftliche und friedenspolitische Stimmen, die sich – um einen Ruckfall in das Zeitalter der Konfrontation unter allen Umstanden zu verhindern – fur eine grundlegende Neuorientierung der Konzepte von Frieden und Sicherheit einsetzten. Sie pladierten dafur, nicht langer Krieg und Konflikt, sondern Frieden und Kooperation als den naturlichen Zustand menschlicher Existenz zu begreifen und darauf hinzuwirken, dass sich die Menschen dementsprechend in ihrem kulturellen und politischen Verhalten vom Ziel der Erhaltung des Friedens als sozialisierender Norm leiten lassen. Als "Kultur des Friedens" sollte dieser Paradigmenwechsel sowohl auf der Ebene (zwischen-)menschlichen Verhaltens, im Bemuhen um die Forderung innerstaatlichen Friedens, als auch als Entwicklungsperspektive des zwischenstaatlichen internationalen Systems wirksam werden. Die Vereinten Nationen (UNO), insbesondere ihre Sonderorganisation fur Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation/UNESCO) und ihre Mitgliedstaaten wurden zu zentralen Adressaten dieser Anstrengungen.
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